RESILIENCE Training Management Report veröffentlicht
Im Rahmen des europäische Forschungsinfrastrukturprojekts RESILIENCE wurde der “Training Management Report” (Deliverable D2.13) veröffentlicht. Der Bericht bietet eine umfassende, evidenzbasierte Darstellung der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation der Trainingsaktivitäten während der Preparatory Phase des Projekts (2022 bis 2026). Er legt eine systematische Auswertung der bisher realisierten Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich der religionsbezogenen Forschung vor.
Die Work Unit Training innerhalb von RESILIENCE wird federführend vom Projektpartner InfAI gemeinsam mit der TUA Apeldoorn verantwortet.
Drei Pilot-Trainingsprototypen im Fokus
Zentraler Bestandteil des Berichts ist die Analyse von drei Pilot Trainingsprototypen, die gezielt unterschiedliche Bedarfe adressieren. Diese umfassen:
- ein von einem Wissenschaftler am InfAI entwickeltes Training zu digitalen Werkzeugen für die Analyse von Intertextualität,
- einen Präsenzkurs in Rom mit Fokus auf sensorische Zugänge zu religiösen Quellen,
- sowie ein KI-orientiertes Training für Forschende und Fachkräfte aus dem GLAM-Bereich (Galleries, Libraries, Archives, Museums).
Für jeden dieser Prototypen werden die zugrunde liegende Konzeption, die Zielgruppen, die Lernziele, die didaktischen Formate sowie die erzielten Evaluationsergebnisse detailliert dargestellt. Dadurch entsteht ein differenziertes Bild der jeweiligen Stärken und Herausforderungen in der Umsetzung innovativer Trainingsansätze.
Systematische Auswertung und Weiterentwicklung
Über die reine Dokumentation hinaus fasst der Bericht zentrale Erkenntnisse aus der systematischen Evaluation durch Teilnehmende und Organisierende zusammen. Dabei werden sowohl erfolgreiche Ansätze als auch bestehende Herausforderungen identifiziert und geeignete Maßnahmen zu deren Bewältigung aufgezeigt.
Die gewonnenen Erkenntnisse sind direkt in die Weiterentwicklung des RESILIENCE Training Framework eingeflossen. Zusätzlich wurden darauf basierend konkrete Empfehlungen für die Konzeption und Durchführung zukünftiger Trainingsangebote formuliert. Diese tragen dazu bei, die Qualität und Wirksamkeit der Trainings langfristig zu sichern und weiter zu erhöhen.
Grundlage für nachhaltige Trainingsangebote
Mit dem Übergang von konzeptioneller Planung hin zu validierter Praxis schafft der Training Management Report eine belastbare Grundlage für die Skalierung, nachhaltige Verankerung und Übertragbarkeit künftiger Trainingsmaßnahmen im RESILIENCE-Kontext. Der Bericht stellt damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg von der Preparatory Phase zur Implementierungsphase dar.
Darüber hinaus leistet er einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung qualitativ hochwertiger, nutzerzentrierter Trainingsangebote für Forschende und Fachpersonal im Bereich der religionswissenschaftlichen Studien sowie angrenzender Disziplinen.
Öffentliche Verfügbarkeit
Der Bericht ist öffentlich zugänglich und richtet sich an Forschende, Trainerinnen und Trainer, Partner von Forschungsinfrastrukturen sowie alle Interessierten an innovativer, evidenzbasierter Trainingsentwicklung.
Zum Bericht:
Weiterführend bietet der “RESILIENCE Training Management Plan” (Deliverable D2.6) detaillierte „Key Recommendations“ für die Konzeption und Durchführung zukünftiger Trainingsangebote und ergänzt damit die im Report dargestellten Ergebnisse und Erkenntnisse:
Über RESILIENCE
RESILIENCE ist eine europäische, interdisziplinäre Forschungsinfrastruktur, die der wissenschaftlichen Erforschung von Religion in allen akademischen Disziplinen dient. Sie vernetzt Forschungszentren, Datenhalter und Serviceangebote in ganz Europa und entwickelt neue Instrumente und Dienstleistungen für die wissenschaftliche Community.
RESILIENCE wurde 2021 in die ESFRI Roadmap aufgenommen und erhält seitdem Fördermittel der Europäischen Kommission für die Vorbereitungsphase (2022–2026) und die Transitionsphase („Transition-to-Implementation“, 2026–2028).
RESILIENCE Konsortium-Partner
- Albanian University UFO (Tirana, AL)
- Bar-Ilan University (Ramat Gan, IL)
- CINECA (Casalecchio di Reno, IT)
- École Pratique des Hautes Études (Paris, FR)
- Fondazione per le Scienze Religiose (Bologna, IT)
- Institut für Angewandte Informatik (Leipzig, DE)
- KU Leuven (BE)
- Sofia University “St. Kliment Ohridski” (Sofia, BG)
- Theological University of Apeldoorn (NL)
- University of Münster (DE)
- University of Sarajevo (BIH)
- University of Warsaw (PL)
- Volos Academy for Theological Studies (GR)
Kontakt
Alexandra Nusser, Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. Leipzig: nusser@infai.org