TelePark – Vernetzung von Patienten mit fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom und Parkinsonspezialisten durch Telemedizin und moderne Sensorik

Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Krankheit und erfordert, da Symptome und Behandlungserfolge stark variieren können, für eine erfolgreiche Behandlung regelmäßige Kontrollen und personalisierte Visitenpläne. Heutzutage sind mehr als eine Million Menschen in Europa an Parkinson erkrankt. Laut einer Studie der European Parkinson’s Disease Association wird sich diese Zahle bis 2030 mit dem zunehmenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung verdoppeln. Es ist bekannt, dass Parkinson zugleich Einschränkungen in der Bewegung einer Person als auch nicht-motorische Symptome, wie Sprachschwierigkeiten, verursacht. In diesem Sinne sind Digitalisierung, Telemedizin, Systembiologie, Big Data Infrastrukturen und maschinelles Lernen notwendig, um ein integriertes digitales Management von Patienten mit Parkinson zu ermöglichen. Telemedizin ist besonders geeignet für Patienten die in ländlichen oder schlecht versorgten Gegenden leben, da es ihnen die Möglichkeit gibt, Spezialisten zu konsultieren, die sie anderenfalls nur durch eine stundenlange Anreise erreicht hätten. Behandlungsmethoden für Parkinson beinhalten u.a. die Medikation, chirurgische Eingriffe und die Umstellung des allgemeinen Lebensstils. Durch das telemedizinische Monitoring und die damit verbundene direkte Interaktion mit den Patienten, können die Neurologen Behandlungsempfehlungen, wie zunehmende Bewegung, das Verschreiben neuer Medikamente oder Dosierungen, Visitenpläne und Diskussionen zu chirurgischen Möglichkeiten, direkt vornehmen. Wie im Rahmen des Vorhabens gezeigt werden soll, kann der überwiegende Teil der Untersuchungen zu Parkinson, welche die visuellen Einschätzungen von Tremor und Gangart betreffen, von der Ferne aus durchgeführt werden. Die Ärzte können den Patienten über die Distanz hinweg folgen und so das Anschlagen von Behandlungsmethoden oder auftretende Komplikationen anhand des direkten Feedbacks der Patienten besser erkennen und behandeln als sie dies in klinischen Studien vermögen.

TelePark und die durch das InfAI entwickelte digitale Plattform stellt ein erfolgreiches Arbeitsmodell der Telemedizin bereit, welches sich über Sachsen, Deutschland und Europa verbreitet. Die Plattform wird speziell für das Parkinson Netzwerk in Sachsen (PANOS) entwickelt, mit Augenmerk auf einer unkomplizierten Integration der Telemedizin in existierende Krankenhausinformationssysteme, APIs, mobile Geräte sowie Verbindungen zu Deep Learning Algorithmen für neue Therapieansätze.

Das Projekt „TelePark – Vernetzung von Patienten mit fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom und Parkinsonspezialisten durch Telemedizin und moderne Sensorik“ wird im Rahmen der Förderung innovativer Ansätze im Bereich der Gesundheits- und Pflegewirtschaft der Sächsische Aufbau Bank (SAB) / dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Laufzeit: 01/2019 – 03/2022
Fördergeber: SAB
Förderkennzeichen: 100338646
Projektpartner: intecsoft Medical GmbH & Co. KG, Technischen Universität Chemnitz, Technischen Universität Dresden

Projektwebseite

Projektteam

  • Prof. Karol Kozak

Publikationen im Projekt

  • aktuell liegen noch keine Projekt-Publikationen vor

Projektförderung

2018-11-05T14:05:48+00:00