MoIn untersucht die Machbarkeit und den Aufwand zum Aufbau eines bundesweiten Mobilitätsindex – einem Index, der die (intermodale) Erreichbarkeit und Verbindungsqualität zwischen den Orten Deutschlands systematisch erfasst. Hierzu wird zunächst eine umfangreiche Bestandsaufnahme öffentlicher (und kommerzieller) Verkehrsdaten durchgeführt und dessen nationale Abdeckung analysiert. Basierend auf der verfügbaren Datengrundlage werden anschließend bestehende Zugriffsmöglichkeiten bewertet und an die Projektanforderungen
angepasst. Zudem werden im Rahmen einer Machbarkeitsstudie Technologien zur Datenharmonisierung der intermodalen Datengrundlage erprobt und weiterentwickelt. Hierbei wird überdies das Harmonisierungsproblem länderübergreifender Verkehrsdaten aus unterschiedlicher Datenherkunft adressiert. Basierend auf der zur Verfügung stehenden Datenlage wird anschließend
der Mobilitätsindex unter Berücksichtigung der Bewertungsmetriken (1) Reisedauer, (2) Kosten (3), verfügbaren Kapazitäten, (4) Ausfallsicherheit und (5) Umweltbelastung prototypisch erarbeitet. Ein übersichtliches Dashboard zur interaktiven Darstellung wird schließlich die berechneten
Erreichbarkeiten der intermodalen Verkehrsverbindungen visualisieren. Die heterogene Datengrundlage gibt Grund zur Annahme, dass lediglich eine Abdeckung in Form eines Flickenteppichs erreicht werden kann. Perspektivisch liefert MoIn die Grundlage für Folgeprojekte zur Unterstützung von Bund und Ländern bei beispielsweise Infrastrukturplanungen, Standortanalysen für Kundencenter und Reisebüros und Streckenplanung für Verkehrsausbau.

Laufzeit: 12/2020 – 11/2021
Förderprogramm: Modernitätsfonds/mFUND
Förderkennzeichen: 19F2149A

Projektteam

  • Dr. Michael Martin
  • Lorenz Bühmann
  • Simon Bin

Projektförderung

Projektpartner