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Leipziger Informatiker ist einer der fünfzehn besten Nachwuchsforscher Afrikas

Axel Ngonga – Herausragender Leipziger Wissenschaftler und zugleich einer der besten Nachwuchsforscher Afrikas beim „Next Einstein Forum“


Wissenschaftsstandort – ein Begriff der mit vielen Metropolen der Welt verknüpft wird, selten jedoch ist in diesem Zusammenhang die Rede von Afrika. Um den Blick jedoch mehr auf exzellente Forscher des afrikanischen Kontinents zu lenken und aus der Überzeugung heraus, dass der nächste Einstein aus Afrika kommen wird, hat die Robert Bosch Stiftung dieser Tage zum „Next Einstein Forum“ nach Dakar im Senegal eingeladen. Unter den 500 Teilnehmern aus Wissenschaft, Politik, und Wirtschaft (darunter Staatspräsidenten und Nobelpreisträger) ist auch Dr. Axel-C. Ngonga Ngomo, Forschungsgruppenleiter am Institut für Angewandte Informatik e.V. (InfAI), An-Institut an der Universität Leipzig. Eingeladen als einer von 15 „NEF-Fellows“ stellt der gebürtige Kameruner, der in der Vergangenheit u.a. eine Auszeichnung vom DAAD als bester ausländischer Studierender erhalten hat, seine Vision zur Verarbeitung großer Datenmengen (Big Data) im Sinne einer effizienten Bereitstellung von Wissen vor.


Die kostengünstige und sinnhafte Verknüpfung und Wiedergabe von Wissen lernen Maschinen nicht selbst. Sie benötigen hierfür eine vom Menschen entwickelte und fest vorgegebene Struktur, welche Begriffen oder Ausdrücken Zusatzinformationen zuordnet (Semantik). Diese Zusatzdaten erlauben es wiederum, Informationen durch angewandte Algorithmen aus dem Kontext herauszufiltern, also maschinenlesbar zu machen und dadurch neues Wissen zu generieren. Die Herausforderung liegt dabei vor allem in der Menge an Daten, welche effizient in Big-Data-Prozessen verarbeitet werden müssen. Dr. Axel Ngonga arbeitet daran, solche Strukturen zum Umgang mit den immensen Datenmassen, welche in nahezu allen Bereichen weltweit erzeugt werden, zu entwickeln. Die Themen Semantic Web und Big Data stehen auch im Zentrum des im Dezember 2015 unter der Leitung von Dr. Ngonga Ngomo am InfAI gestarteten Forschungsprojektes „Holistic Benchmarking of Big Linked Data (HOBBIT)“.


Gefördert unter der EU Förderrichtlinie Horizon 2020 (FKZ 688227) zielt „HOBBIT“ darauf ab in enger Zusammenarbeit mit Industriepartnern, spezifische Lösungen zum Umgang mit Linked Open Data (im Internet frei verfügbare Daten, die sinnvoll miteinander verknüpft werden sollen) zu entwickeln. Gemeinsam mit zehn Partnern aus sechs europäischen Ländern werden dafür zunächst Benchmarks (Bezugsgrößen) für relevante Industriebereiche Europas definiert. Eine ebenfalls im Rahmen des Projektes entwickelte frei zugängliche Benchmarking-Plattform für Unternehmen, soll zudem das Testen des Leistungsvermögens ermöglichen. Diese Vergleiche werden es den Unternehmen erlauben, semantische Daten zukünftig noch effizienter zu erfassen sowie zu verarbeiten und dadurch letztlich die Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens zu stärken.


Eine Übersicht zu weiteren Projekten des InfAI's finden Sie hier.


Pressetext:
Julia Friedrich
friedrich@infai.org


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Letzte Änderung: 2016-04-14 10:47:48 von Sandra Bartsch