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Neue Impulse für das Gesundheitswesen

AMME Forschungsprojekt soll einen übersichtlichen Medikationsplan für Patienten schaffen


Das im letzten Jahr gestartete Projekt „AMME“ – Semantische Integration von Medikationsplänen unterschiedlicher Struktur verfolgt das Ziel, einen einheitlichen Medikationsplan für Patienten, Ärzte und Apotheker zu entwickeln. Dabei werden Dienste und Anwendungen (u.a. eine Smartphone-App) entwickelt, die Informationen zur Medikation aus verschiedenen Formaten und Quellen aufnehmen und übersichtlich sowie einheitlich abbilden können. Für die zeitsparende Übermittlung durch den Patienten an die verschiedenen Ärzte, Apotheker, Pflegedienste usw. soll der Medikationsplan auch in einem QR-Code verschlüsselt werden. Damit wird zum einen die Transparenz und Verständlichkeit des Medikationsplanes für den Patienten verbessert und zum anderen selbiger in den Mittelpunkt des Informationsaustausches gestellt.


Gleichzeitig sollen Mehrwertdienste wie z.B. Interaktionschecks für die Beteiligten des Gesundheitssystems realisiert werden. In Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen mogic Gmb H aus Leipzig, der Selbständigen Abteilung der Allgemeinmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig sowie dem EDV-Dienstleister tecont aus Markkleeberg, entwickelt das Institut für Angewandte Informatik e.V. (InfAI) eine Softwarearchitektur welche es erlaubt, die für diese Zwecke relevanten Informationen aus verschiedenen Quellen (Arztbriefe, Rezepte, Barcodes) in den Medikationsplan einzubinden. Unterstützt wird das Vorhaben von der vital Services Gmb H und dem Zentrum für Arzneimittelsicherheit an der Universität Leipzig als assoziierte Partner.


Ziel von AMME ist die Entwicklung einer mobil nutzbaren Anwendung, welche alle relevanten Medikationsinformationen des Patienten aufnimmt, strukturiert und zu einem optimierten Medikationsplan zusammenstellt. Dr. Romy Elze, Projektverantwortliche des Inf AI e.V. dazu: „Ein durchgängiger und lückenloser Medikationsplan bringt unmittelbare Vorteile für den Patienten. Eine solche Übersicht ermöglicht es beispielsweise Ärzten und Apothekern, mögliche Wechselwirkungen zwischen Medikamenten zu prüfen und auszuschließen. Ohne eine intelligente Einbindung aller den Patienten behandelnden Stellen lässt sich gerade im Notfall kaum nachvollziehen, welche Medikation ein Patient aktuell erhält. Auch die Ursache für möglicherweise auftretende Nebenwirkungen kann mit Hilfe eines solches Planes jederzeit nachvollzogen werden.“ Das Vorhaben wird am Inf AI in der Arbeitsgruppe E-Health bearbeitet, die bereits in der Vergangenheit wichtige Impulse für das moderne Informationsmanagement im Gesundheitswesen erarbeitet hat. Dazu Dr. Kyrill Meyer, Geschäftsführer des InfAI: „Mit dem aktuellen Vorhaben zeigt unsere Institut Wege auf, wie gesetzliche Vorgaben zur Dokumentation und zum Austausch mit Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit zu vereinbaren sind. Im Zentrum steht in diesem Fall der Patient als Souverän der ihn betreffenden Informationen.“


Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als ZIM-Netzwerkvorhaben unter dem FKZ: 16KN039934 gefördert und hat eine Laufzeit bis Ende Juni 2017.


Projektkontakt am InfAI::


Dr. Romy Elze,
Telefon +49 (0)341 / 97 – 32 304
Telefax +49 (0)341 / 97 – 32 369
elze@infai.org
Internet: http://amme.infai.org


Pressetext:
Julia Friedrich
friedrich@infai.org



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Letzte Änderung: 2016-06-30 15:44:30 von Kyrill Meyer